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Auf Skates ist alles möglich

Ein Interview mit der Inline-Speedskaterin und Trainerin Sabrina Rossow

12.03.2012

© Sebastian Baumgartner

Inlineskaten ist für Sabrina Rossow ein Lebensgefühl. Die Geschwindigkeit, die Dynamik, vor allem aber die Leichtigkeit und Ästhetik des Rollens sind für die 25-jährige die entscheidenden Argumente für den schnellen Rollensport. Die Studentin der Visuellen Kommunikation steht seit zehn Jahren auf Skates und bringt in dieser Saison mit ihrem neu gegründeten Team GOLZE-GIRLS neuen Schwung in die Szene. Seit langer Zeit ist sie auch als Trainerin aktiv und gibt ihre Erfahrungen gern weiter.

Du hast im vergangenen Sommer das radioeins Rollfeld als Trainerin begleitet. Welches ist der häufigste Fehler, den Du bei Freizeit- und Fitnessskatern beobachtest?

Die meisten skaten ineffektiv. Sie kommen gar nicht in den Genuss des Gleitens, da sie sich in einer V-förmigen Bewegung befinden, das heißt, der Fuß setzt geöffnet auf und läuft sehr schnell nach außen weg, die eingesetzte Kraft verpufft. Die Folge ist eine sehr hohe Frequenz und ein enormer Kraftaufwand. Wichtig für eine effektive Bewegung sind mehrere Elemente: eine gute Position, der parallele Abdruck, die Rückholphase in D-Form, die Gewichtsverlagerung und der gerade Fußaufsatz in Fahrtrichtung. Aber der "Flow" kommt durch das Gleiten, das möchte ich den Leuten vermitteln.

Welche Übung legst Du Fitnessskatern besonders ans Herz?

Das Einbeingleiten, denn Inlineskaten ist eine Fortbewegung auf einem Bein. Wer stabil auf einem Skate stehen kann, der kann es länger rollen lassen. Geschicklichkeit auf den Skates lässt sich auf viele Arten trainieren. Wer sich noch ganz unsicher fühlt, dem empfehle ich die Sonntags-Supermarkt-Einkaufswagen-Übung. Ein Trainingspartner, mit dem jeder auf einem Bein fahren lernt.

Worauf gilt es bei allen Übungen zu achten?

Wichtig ist, dass man die Übungen immer mit Konzentration, Körperspannung und vor allem langsam ausführt. Geschwindigkeit vertuscht viele Fehler. Voraussetzung für alle Übungen ist die Grundposition: Skates hüftbreit auseinander und eine gerade Achse von Fußspitzen, Knien und Schultern. So steht man ausgewogen und sicher über den Skates.

Wie sollten Fitnessskater an ihren ersten Wettkampf herangehen?

Wichtig ist, dass man nicht meint oder Angst hat, die Strecke allein schaffen zu müssen. Denn beim Skaten lassen sich im Windschatten 30% Kraft sparen. Schaut auf die Schultern eures Vordermanns und passt eure Bewegung dieser an. So einfach seid ihr im Rhythmus und das Fahren in der Gruppe macht zudem großen Spaß.

Wie sieht dein ganz persönliches Inlinetraining normalerweise aus?

Das Training beginnt für mich mit einem Warm-up, ich skate mit offenen Schuhen, das schult das Gleichgewicht und bringt Stabilität in den Fußgelenken. Wenn die Schuhe geschnürt sind, steht eine spezifische Einheit an. Technik, Tempowechsel, Sprints... Man sollte immer schauen, dass man Abwechslung in sein Training bekommt. Fitnessskatern empfehle ich, nicht immer nur ihre Strecke dahinzurollen, sondern auch mal das Tempo zu wechseln oder zwischendurch mal mit allen Rollen am Boden zu skaten. Am Ende unserer Einheiten steht oft noch ein Spiel. Habt ihr schon mal Fußball, Tennis oder Basketball auf Skates gespielt? Das schult die Geschicklichkeit ungemein. Auf Skates ist alles möglich, was man auch ohne tun würde. Viel Spaß dabei!


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